Das Europa der Zwischenkriegszeit in den Augen der sowjetischen Nachrichtendienste (1918–1938)

Die russischsprachige Edition dokumentiert die Tätigkeitsschwerpunkte der sowjetischen Auslandsnachrichtendienste in der Zwischenkriegszeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die sowjetischen Geheimdienste die europäischen Nachbarn der UdSSR wahrnahmen. Darüber hinaus wird untersucht, welche Bedrohungsszenarien für die Aufrechterhaltung der stalinistischen Diktatur und für die Mobilisierung der sowjetischen Bevölkerung entwickelt wurden. Die für die Publikation ausgewählten Aktenstücke aus den Archiven des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB), des Auslandsnachrichtendienstes, des Russischen Staatsarchivs für sozialpolitische Geschichte (RGASPI) und des Russischen Staatlichen Militärarchivs (RGVA) zeigen nicht nur, wie sich zwischen 1918 und 1938 die Schwerpunkte der Nachrichtenbeschaffung veränderten. Sie spiegeln auch wider, welchen politischen Prioritäten der sowjetischen Führung sich die Geheimdienste unterzuordnen hatten.

PROJEKTLEITUNG: Matthias Uhl, Vladimir Chaustov, Vladimir Zacharov
LAUFZEIT: 2008–2015
SCHLÜSSELPUBLIKATIONEN:
M. Uhl, V. Chaustov, V. Zacharov (Hrsg.): Glazami razvedki. SSSR i Evropa. 1919–1938 gody. Sbornik dokumentov iz rossijskich archivov [Mit den Augen des Nachrichtendienstes: die Sowjetunion und Europa, 1919–1938. Sammlung von Akten aus russischen Archiven], Moskau 2015

Forschung