Der militärisch-industriell-akademische Komplex der Sowjetunion (MIAK) in der Zeit des Kalten Krieges

Das Projekt zum MIAK der Sowjetunion besteht aus einer Edition sowie einer Monographie zur sowjetischen Raketenindustrie und zum militärischen Einsatz von Fernlenkwaffen. In der Edition werden bislang nicht zugängliche Dokumente aus dem Präsidentenarchiv, dem Archiv des Generalstabs und der Strategischen Raketentruppen für zukünftige Forschungen zur Verfügung gestellt. Die wichtigsten Dokumente sollen zusätzlich in einer englischsprachigen Ausgabe veröffentlicht werden. Die Monographie befasst sich mit den sowjetischen Mittelstreckenraketen von den 1950er Jahren bis zu deren Verschrottung entsprechend dem INF-Abkommen Ende der 1980er Jahre. Sie zeigt nicht nur den Aufbau neuer militärischer Strukturen in der Sowjetarmee und deren Zusammenarbeit mit dem MIAK, sondern spiegelt auch wichtige Episoden des Kalten Kriegs auf internationaler und transnationaler Ebene wider.

PROJEKTLEITUNG: Matthias Uhl
LAUFZEIT: 2012–2017
VERANSTALTUNGEN:
Operative Vorbereitung auf den Krieg. Mobilmachungspläne und Stufen der Gefechtsbereitschaft im Kalten Krieg, März 2013, DHI Moskau
SCHLÜSSELPUBLIKATIONEN:
Matthias Uhl: Die sowjetischen Truppen in der DDR zwischen Perestroika, „Wende“ und Mauerfall, in: „Damit hatten wir die Initiative verloren“. Zur Rolle der bewaffneten Kräfte in der DDR 1989/90, hrsg. von Rüdiger Wenzke, Berlin 2014, S. 137–160

Matthias Uhl: Die 8. Garde-Armee der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland und das Fulda-Gap, in: Schlachtfeld Fulda Gap. Strategien und Operationspläne der Bündnisse im Kalten Krieg, hrsg. von Dieter Krüger, Fulda 2014, S. 49–73

Matthias Uhl: Umfang, Struktur und Leistungsvermögen des militärisch-industriell-akademischen Komplexes in der Sowjetunion, in: Militärisch-Industrieller Komplex? Rüstung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg, hrsg. von Dieter Kollmer, Freiburg 2015, S. 49–76

Forschung