Klimawandel und Klimapolitik in Russlands Fernem Osten (1970er – heute)

Dieses Projekt befasst sich mit Einstellungen zum Klimawandel und sowohl regionalen als auch internationalen klimapolitischen Ansätzen in Russland von den 1970er Jahren bis zur Gegenwart mit einem besonderen Schwerpunkt auf der russischen Nordpazifikregion. Es handelt sich um eine Region, in der die Auswirkungen des Klimawandels schon relativ früh zu spüren waren und sind. Die Nähe zu den übrigen nordpazifischen Anrainerstaaten und Rückwirkungen dortiger Emissionen, Umweltprobleme und -diskurse schaffen zudem eine besondere Aufmerksamkeit  für die grenzüberschreitende Problematik des Klimawandels. Zugleich leistet das immer noch verhältnismäßig kalte Klima in Russlands Fernem Osten Einstellungen und Diskursen Vorschub, die den Klimawandel als positives Phänomen darstellen und zum Teil gar zu einer künstlichen Beschleunigung desselben anhalten. Das Projekt untersucht widerstreitende Sichtweisen, Auseinandersetzungen und Politikansätze in diesem Spannungsfeld unter Berücksichtigung von regionaler und örtlicher Presse sowie Stellungnahmen von Vertretern aus Politik, Wissenschaft und NGO’s. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Wechselwirkungen zwischen regionalen und internationalen Perspektiven, Verhandlungen und Politiken gelegt.

PROJEKTLEITUNG: Benjamin Beuerle
LAUFZEIT: seit 2017

Forschung