Das kollektivierte Dorf im poststalinistischen Russland

Die mittel- und längerfristigen Folgen der sowjetischen Kollektivierung am Beginn der 1930er Jahre sind bislang nur schlecht erforscht. Zugleich ist auch über den mentalen Wandel der Eliten in Bezug auf das Dorf nur wenig bekannt. Ziel dieses Projekts ist es, die ländlichen Regionen im politischen, sozialen und ökonomischen Gefüge der Sowjetunion zu verorten. Methodisch orientiert sich das Projekt weniger an der klassischen Agrargeschichte mit ihrem Fokus auf die Formen und den Wandel landwirtschaftlicher Produktion, sondern vielmehr an einer breiter angelegten Geschichte ländlicher Räume (Rural History). Die einzelnen Fallstudien untersuchen die Ökonomie der Kolchoswirtschaft, die Rolle ländlicher Räume als Projektionsflächen für die Verhandlung von gesellschaftlichen Ordnungsvorstellungen in Literatur, Film, Fotografie und Kunst sowie das kollektivierte Dorf als Gegenstand der Politik im poststalinistischen Russland.

PROJEKTLEITUNG:
Katja Bruisch, Nikolaus Katzer
LAUFZEIT: 2013–2017

Forschung