Max Weber: Ein Leben zwischen den Epochen

Buchvorstellung von Jürgen Kaube am 27. April 2017, 18:00 Uhr

Am 27. April wird am Deutschen Historischen Institut in Moskau die Max-Weber-Biografie „Max Weber: Ein Leben zwischen den Epochen und ihre 2016 erschienene russische Übersetzung Maks Veber: žizn' na rubeže epoch” präsentiert. Die deutschsprachige Ausgabe wird durch den Verfasser Jürgen Kaube, Soziologe, Wirtschaftsexperte und Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung, vorgestellt. Anschließend soll eine Diskussion stattfinden.

Über das Buch:
Bereits als Dreizehnjähriger studiert er die Werke Machiavellis und Luthers, mit neunundzwanzig wird er Professor, er ist zeitweise glühender Nationalist und sieht sich als Gesellschaftstourist dennoch gern den American Way of Life an: Max Weber (1864-1920) gehört nicht nur zu den einflussreichsten Denkern der Moderne, sondern ist zugleich eine der schillerndsten, widersprüchlichsten Persönlichkeiten des deutschen Geisteslebens im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Er leidet an der zeittypischen Nervenkrankheit, arbeitet wie besessen und vollendet dennoch kaum ein Buch; selbst sein Hauptwerk Wirtschaft und Gesellschaft erscheint erst posthum. Webers Bedeutung als Soziologe und Volkswirt, Historiker und Jurist ist unumstritten – seine Aufsätze haben Generationen von Akademikern und Politikern beeinflusst, weltweit –, aber was prägte ihn selbst, was trieb ihn an? Als Mensch ist Max Weber bis heute ein Geheimnis geblieben. Jürgen Kaube, einer der renommiertesten deutschen Wissenschaftsjournalisten, versucht in seiner mitreißend geschriebenen, anlässlich des 150. Geburtstags von Max Weber erscheinenden Biographie, dieses rastlose, stets am Rande der Erschöpfung geführte Leben zu ergründen – und entwirft zugleich ein faszinierendes Zeitbild der ersten großen Phase der Moderne.

Quelle: https://www.rowohlt.de/hardcover/juergen-kaube-max-weber.html

Über den Autor:
Jürgen Kaube, geboren 1962, lehrte zunächst als Soziologe, u. a. an der Universität Bielefeld, bevor er 1999 in die Redaktion der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» eintrat. Von 2008 an leitete er dort das Ressort Geisteswissenschaften, ab 2012 war er stellvertretender Feuilletonchef. Ebenfalls 2012 wurde er vom medium magazin als Journalist des Jahres im Bereich Wissenschaft ausgezeichnet. Seine Max-Weber-Biographie (2014) wurde viel gelobt. Seit Anfang 2015 ist Jürgen Kaube Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im selben Jahr erhielt er den Ludwig-Börne-Preis.

Rezensionen:

Jürgen Kaube: Max Weber: Ein Leben zwischen den Epochen, Rowohlt 2014

Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, hsozkult

Kaube Ju. Maks Veber: žizn' na rubeže epoch, übersetzt von K. G. Timofeeva, Hrsg. I. V. Kušnareva und I. M. Čubarova, Мoskau, Delo, 2016 (Reihe: Intellektual'naja biografija)

gefter.ru: Andrej Teslja. Opyt blagopolučija. Genij bez mesta: pročerki sud'by