Dr. Walter Sperling

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Forschungsprojekt: "Überlieferung und Nutzung deutscher Beuteakten des Zweiten Weltkrieges in sowjetischen und russischen Archiven"

 

Telefon: +7 495 730 52 49
E-Mail: walter.sperling@dhi-moskau.org

  • Zur Person

    Geboren 1975 in Karaganda, ausgewandert aus der UdSSR in die Bundesrepublik Deutschland. Abitur in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. Nach Grundwehrdienst in Norddeutschland Studium der Geschichtswissenschaft, der Osteuropäischen Geschichte und der Slawistik an der Universität Bielefeld, mit Auslandsaufenthalten in Jaroslawl’ und St. Petersburg in Russland. Promotion 2010 im Rahmen des Sonderforschungsbereiches „Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte“ an der Universität Bielefeld. Anschließend Akademischer Rat auf Zeit an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. 2016 Vertretung der Professur für die Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas in der Vormoderne am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 2018 Stipendiat am Deutschen Historischen Institut Moskau. Seit Juni 2019 Mitarbeiter im DFG-Projekt zur Geschichte der deutschen Beuteakten in sowjetischen und russischen Archiven.

  • Forschungsgebiete
    • Das Zarenreich und die Sowjetunion als multiethnische Gesellschaften
    • Kultur- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Ost-Europa
    • Anthropologie der Erinnerung im postsowjetischen Raum
  • Publikationsverzeichnis

    Monographien

    • Über Leben in Grosny. Eine Geschichte der Sowjetunion im Kaukasus, 1900-1994 (im Abschluss, unter Vertrag bei Matthes & Seitz Berlin)
    • Der Aufbruch der Provinz. Die Eisenbahn und die Neuordnung der Räume im Zarenreich, Frankfurt a.M./New York 2011.


    Herausgegebene Schriften

    • (Hg.), Présences du passé soviétique dans la Russie contemporaine, Themenheft von Le Mouvement Social 260, 3/2017 (gemeinsam mit Laurent Coumel und Benjamin Guichard).
    • (Hg.), Notation. Niederschrift. Geschichte. Gespräche über Schreiben als historiographische Praxis, Themenheft von zeitenblicke 9 (2010), Nr. 2 (gemeinsam mit Birte Kohtz, Alexander Kraus und Frank Wolff). www.zeitenblicke.de/2010/2/
    • (Hg.), Jenseits der Zarenmacht. Dimensionen des Politischen im Russischen Reich (1800-1917), Frankfurt a.M./New York 2008.
    • Wirtschaft und Gesellschaft im spätantiken Ägypten. Kleine Schriften von Itzhak F. Fikhman, hg. von Andrea Jördens, unter Mitarbeit von Walter Sperling, Stuttgart 2006.


    Zeitschriftenartikel

    • Spitting on the Streets of Grozny. „Culturedness“ and Social Distinction in a Multinational Soviet City, 1956-1991 (in Redaktion)
    • Mémoires, nostalgie et usages sociaux du passé dans la Russie contemporaine, in: Le Mouvement Social 260, 3/2017 (gemeinsam mit Laurent Coumel und Benjamin Guichard), S. 3-15.
    • “Souvenirs de Grozny”. L’invention de la “petite Union Soviétique” dans le Caucase, in: Le Mouvement Social No 260, 3/2017, S. 71-90.
    • Die Ruinen von Grosny. Nostalgie, Imperium und Geschichte im postsowjetischen Raum, in: Historische Anthropologie 23 (2015), H. 2, S. 290-315.
    • „Schlafende Schöne“? Vom Sinn und Unsinn der Begriffsgeschichte Russlands. Ein Diskussionsbeitrag, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 60 (2012), H. 3, S. 375-405.
    • „Abenteuer des Lebens” – Karl Schlögel über die Vergegenwärtigung von Geschichte, in: zeitenblicke 9 (2010), Nr. 2, (gemeinsam mit Alexander Kraus)
    • Die Eisenbahn und die Räume des Imperiums. „Land“ und „Region“, „Russland“ und „Imperium“ als politische Argumente im ausgehenden Zarenreich, in: Ab Imperio. Studies of New Imperial History and Nationalism in the Post-Soviet Space, 2/2006, S. 101-134 (in russischer Sprache).
    • „Erinnerungsorte“ in Werbung und Marketing. Ein Spiegelbild der Erinnerungskultur im gegenwärtigen Rußland? In: Osteuropa 11/12-2001, S. 1321-1341.


    Aufsätze in Sammelbänden und Fachportalen

    • Eine „kleine Sowjetunion“ im Kaukasus. Erinnerung und postimperiale Identität in Russland, in: Markus Kollar u.a. (Hg.), Identitätsentwürfe im östlichen Europa – im Spannungsfeld von Selbst- und Fremdwahrnehmung, Wiesbaden 2018, S. 147-168
    • Der verhinderte Kandidat. Alexej Nawalny als Oppositioneller, Demokrat und Volkstribun, in: Zeitgeschichte-online, März 2018
    • Grozny as it was before the war: remembrance and reconciliation in „virtual“ and „real“ post-Soviet communities, in: Amandine Regamey u.a. (Hg.), Chechnya at war and beyond, London 2014, S. 19-36
    • „Schlafende Schöne“ – was tun? Das Imperium als Begriff, Metapher und Netzwerk, in: „Begriffe von Russland“. Zur historischen Semantik des Zarenreiches, hg. von Aleksej Miller et al., 2 Bde., Bd. 2, Moskau 2012, S. 71-98 (in russischer Sprache)
    • Religion, Moderne und Revolution in Russland um 1900, in: H-Soz-u-Kult, 04.06.2010
    • 1917 in der russischen Provinz, in: H-Soz-u-Kult, 07.10.2008
    • Jenseits von „Autokratie“ und „Gesellschaft“. Zur Einleitung, in: Walter Sperling (Hg.), Jenseits der Zarenmacht. Dimensionen des Politischen im Russischen Reich (1800-1917), Frankfurt/New York 2008, S. 7-40
    • Die „Schicksalsfrage“ der Kleinstadt. Eisenbahn, Raum und Industrialisierung in der russischen Provinz, 1850-1914, in: Walter Sperling (Hg.), Jenseits der Zarenmacht. Dimensionen des Politischen im Russischen Reich (1800-1917), Frankfurt/New York 2008, S. 127-162
    • Der Eisenbahnbau und die „Entdeckung“ der russischen Provinz (1850–1920), in: Jörg Baberowski u.a. (Hg.), Imperiale Herrschaft in der Provinz. Repräsentationen politischer Macht im späten Zarenreich, Frankfurt/New York 2008, S. 196-222
    • Vom Randbegriff zum Kampfbegriff. Semantiken des Politischen im ausgehenden Zarenreich (1850-1917), in: Willibald Steinmetz (Hg.), „Politik“ – Situationen eines Wortgebrauchs im Europa der Neuzeit, Frankfurt/New York 2007, S. 248-288
    • Feilschen mit der Macht: Bittschriften als Form und Medium politischer Kommunikation im ausgehenden Zarenreich, in: Michail Krom (Hg.), Neue Politikgeschichte, St. Petersburg 2004, S. 152-168 (in russischer Sprache)