ONLINE. Buchpräsentation. Kirill Ospovat: Privdornaja slovesnost'. Institut literatury i konstrukcii absoljutizma v Rossii serediny XVIII veka (NLO 2020)

  • 17.09.2020
  • 18.00 Uhr
  • ONLINE
  • Kolloquium 18.-19. Jahrhundert-Forschung

Kirill Ospovat (University of Wisconsin - Madison) präsentiert das Buch "Privdornaja slovesnost'. Institut literatury i konstrukcii absoljutizma v Rossii serediny XVIII veka" [Die höfische Literatur. Das Schrifttum und die Konstruktionen des Absolutismus in Russland in der MItte des 18. Jh.] (NLO 2020)

Arbeitssprache: Russisch
Moderation: Andrej Kostin (Institut für russische Literatur (Das Puschkin-Haus) der RAW)

Konferenz-ID im Zoom: 985 5399 0962
zoom.us/j/98553990962
Ohne Voranmeldung

Die Institutionalisierung der Literatur began in Russland unter der Kaiserin Elisabeth (1741-1761). Ihre Entstehung war eng mit der Praxis des höfischen Mäzenatentums verbunden - das Aufblühen der Literatur galt als ein wichtiges Zeichen einer gedeihenden Monarchie. Auf den Werken von Literaturwissenschaftlern aufbauend, die sich mit den Verbindungen zwischen der russischen Literatur des 18. Jahrhunderts und der Staatlichkeit befassten, stellt Kirill Ospovat die theoretische Frage nach der Wechselwirkung zwischen Poetik und Politik, zwischen der literarischen Form, der Schrift und dem absolutistischen Gesellschaftsmodell. Welchen Einfluss hatten die europäischen autoritativen Vorstellungen von Poesie auf die Werke russischer Autoren der elisabethanischen Zeit - Kantemir, Lomonossow, Sumarokow, Trediakovskij und andere? Welche Kommunikationsschemata standen hinter ihren Werken und welchen Platz nahm der literarische Akt im Gesellschaftsmodell ein? In welchen Formen hat die Literatur ihre Ansprüche auf öffentliche Anerkennung dargestellt und begründet? In welcher Weise war der lyrische Modus mit den Konstruktionen monarchischer Macht und politischer Subjektivität eines Untertanen verbunden?