Neu Ostpolitik der BRD und die sowjetisch-westdeutschen Beziehungen in den Jahren 1963 bis 1972

  • 03.11.2020
  • 18.00 Uhr
  • Deutsches Historisches Institut Moskau, ul. Voroncovskaja 8/7
  • Willy Brandt, 1913-1992. A Life for Freedom, Peace and Reconciliation between Nations

Vortrag von Aleksej Filitov (Institut für allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften / RGGU) mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung

Arbeitssprache: Russisch
Live-Streaming (RU): der Link wird später bekannt gegeben.

Der Vortrag soll die Entwicklung des Konzepts "Wandel durch Konvergenz" und dessen Übersetzung in die "Neue Ostpolitik" der Bundesrepublik Deutschlands verfolgen. Die wichtigsten "Eckpunkte" dieser Entwicklung - von Egon Bar's Tutsing-Rede vom 15. Juli 1963 bis zum Inkrafttreten des Moskauer Vertrages zwischen der UdSSR und Deutschland am 3. Juni 1972 - werden aufgezeigt, wie die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Prinzip der Unveränderlichkeit der Grenzen und dem Prinzip der nationalen Selbstbestimmung diskutiert und gelöst wurde. In diesem Zusammenhang wird die Genese des "Briefes zur Deutschen Einheit" und sein Verhältnis zum sowjetisch-deutschen Vertragswerk diskutiert. Der Bericht stützt sich auf eine Analyse neuer Dokumente aus dem Archiv für Außenpolitik sowie auf die verfügbaren Memoiren und Forschungsliteratur. Diese Analyse ermöglichte es, einige der Bestimmungen und Einschätzungen zu korrigieren, die insbesondere in den Memoiren eines prominenten sowjetischen Diplomaten, eines der Hauptarchitekten des Moskauer Vertrags Valentin Falin, enthalten sind.