ONLINE: Der Moskauer Vertrag von 1970: Nützlich für Washington, Ärgerlich für Beijing

  • 10.12.2020
  • 18.00 Uhr
  • ONLINE
  • Willy Brandt, 1913-1992. A Life for Freedom, Peace and Reconciliation between Nations

Vortrag von Bernd Schäfer (CWIHP) im Rahmen der Wanderausstellung der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung: "Willy Brandt 1913–1992. Ein Leben für Freiheit, Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern" in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Moskau und der Friedrich-Ebert-Stiftung in Moskau.

Arbeitssprachen: Deutsch und Russisch (mit Simultanüberstzung)

ID-Konferenz im Zoom: 923 3163 5353
https://dhi-moskau-org.zoom.us/j/92331635353 
Ohne Voranmeldung

Das DHI Moskau wird diese Veranstaltung in eigenem öffentlichen Kanal über YouTube streamen:

Deutsch: https://youtu.be/Hkw8eyxEByA
Russisch: https://youtu.be/yT_8cW1CIig

Nach anfänglicher instinktiver Ablehnung der Brandtschen Ostpolitik und des Moskauer Vertrages erkannte die US-Regierung bald, dass die westdeutsche Politik Washingtons Interessen gegenüber Moskau zuträglich sein konnte. Dagegen befürchtete die VR China, dass Entspannung in Europa die Sowjetunion an ihrer Westfront entlasten und “böse Winde nach Osten" in ihre Richtung treiben würde. Im Ergebnis wurden Brandts Gegner aus der CDU/CSU von den USA auf Distanz gehalten sowie von China hofiert und liefen ins innenpolitische Abseits. Der Moskauer Vertrag und seine Folgen machten die Bundesrepublik Deutschland zum ersten Mal nach 1949 nicht nur zu einem Faktor, sondern vorübergehend zu einem wichtigen Akteur der Weltpolitik.