Deutsches Historisches Institut Moskau

Das Deutsche Historische Institut in Moskau (DHI Moskau) setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2005 dafür ein, die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Historikern aus Russland und Deutschland zu fördern. Es ist eines von insgesamt zehn geisteswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen im Ausland (in Rom, Paris, London, Washington, Warschau, Tokio, Beirut und Istanbul), die unter dem Dach der in Bonn ansässigen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Max Weber Stiftung stehen und in ihren jeweiligen Gastländern ähnliche Zielsetzungen verfolgen. Das DHI Moskau wurde durch eine Initiative der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius ins Leben gerufen und nach einer positiven Empfehlung des Wissenschaftsrats am 1. Januar 2009 in die Bundesförderung überführt.

Das DHI Moskau unterstützt insbesondere jüngere Wissenschaftler aus Russland und Deutschland bei der Erforschung der eng miteinander verwobenen und insbesondere im 20. Jahrhundert sehr gewalthaften Geschichte der beiden  Staaten. Diese Geschichte wirkt bis zum heutigen Tag nach und prägt das Verhältnis der beiden Länder sowie ihrer Nachbarn nachhaltig. Den Prinzipien der wissenschaftlichen Objektivität und Transparenz verpflichtet, koordiniert das Institut deutsch-russische Forschungsprojekte aus dem Bereich der Neueren und Neuesten Geschichte (16. – 20. Jahrhundert) in globaler Perspektive. Es veranstaltet regelmäßig internationale Konferenzen, Runde Tische, Kolloquien und Seminare und stellt mit seiner mehr als 30 000 Bände in deutscher, russischer und anderen Sprachen umfassenden Präsenzbibliothek in Moskau eine bedeutende wissenschaftliche Infrastruktur zur Verfügung.

Am Institut sind 18 deutsche und russische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Ihre Arbeit wird durch einen wissenschaftlichen Beirat unterstützt.