Digitalisierungsprojekt: Deutsche Akten in Archiven der Russischen Föderation

Im Ergebnis des Sieges der Länder der Anti-Hitler-Koalition wurden während und nach dem Zweiten Weltkrieg Akten des Deutschen Reiches in verschiedene Länder, einschließlich Russland verbracht. Die umfangreichsten Sammlungen dieser sogenannten Trophäendokumente befinden sich in verschiedenen Föderalen Archiven der Russischen Föderation: Staatsarchiv der Russischen Föderation – GARF, Russisches Staatsarchiv für sozialpolitische Geschichte – RGASPI, Staatliches Militärarchiv der Russischen Föderation – RGVA, Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation – CAMO. Seit 2011 läuft ein gemeinsames deutsch-russisches wissenschaftliches Projekt zur Digitalisierung der in Russland aufbewahrten deutschen Dokumente. Von 2014 bis Anfang 2022 erfolgte die Digitalisierung der ca. 28.000 sog. Trophäenakten im CAMO. Der größte Teil dieser Akten ist zwischen 1933 und 1945 angelegt worden. Die darin enthaltenen Dokumente geben Einblick in alle wesentlichen Führungs-, Kommando- und Entscheidungsebenen der Wehrmacht, der Waffen-SS sowie in die Arbeit der Reichsministerien. Der Großteil des Materials ist den Geschehnissen an der Ostfront gewidmet, dokumentiert sind aber auch der deutsche Angriff auf Polen, der Westfeldzug und der deutsche Überfall auf die Balkanstaaten.

Die Digitalisate werden fortlaufend Online gestellt und sind auf der Website des Projektes einsehbar.

PROJEKTLEITUNG: Sergey Kudryashov, Matthias Uhl, Eugen Bastron (IT)
LAUFZEIT: 2012–2022

Forschung